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Frieden? – Gedanken zum Jahresende

Heiligabend haben wir mit Freunden zusammen gesessen. Neben gutem Essen, Geschenken, Weihnachtsbaum und Weihnachtsliedern (mit Klavier!) gab es vor allem Gespräche. Ein Hauptthema war der Weltfrieden – wünschenswert, aber ja wohl nicht von allen gewünscht. Da auch noch über viele erfreuliche Dinge gesprochen wurde, war es ein schöner, gemütlicher Abend.

 


Tags darauf kamen die Kinder vorbei. Ich hatte es gerade geschafft, in eines meiner herrlichen Weihnachtsbücher hinein zu schauen. Noch stark beschäftigt mit der Friedensdiskussion vom Abend vorher  habe ein Stück aus dem Vorwort vorgelesen, um mich für das Geschenk zu bedanken. Sinngemäß wiedergegeben heißt es dort (Colin Taylor, The life of a Scilly Sergeant): die Scilly-Inseln befanden sich länger im Kriegszustand als irgendein anderer Ort auf der Erde, von den Niederlanden abgesehen, mit denen sie ungefähr 335 Jahre lang im Clinch lagen – der längste Konflikt in der Weltgeschichte.

 

Es gab offenbar einen Vorfall mit einem Boot und dem niederländischen Admiral Maarten Hapertszoon, der zwar friedlich und unblutig verlief, aber immer noch nicht offiziell geklärt war, als besagter Admiral einige Jahre später starb. Der Friedensschluss dauerte dann bis 1986, als das Ratsmitglied Roy Duncan sich dafür stark machte, Vergangenes doch zu vergessen.

 

 

Das erinnerte ein Familienmitglied dann an einen Konflikt zwischen Dänemark und Alaska und einer unbewohnten Insel, über deren Souveränität zwischen beiden Staaten immer noch gestritten wird.

Die Art und Weise jedoch halte ich schlicht für genial:


 

2005 hissten sowohl Kanada als auch Dänemark auf der Insel ihre jeweiligen Fahnen, vereinbarten aber einen Prozess zur Beilegung des Streits.     …  

Bei jeder neuen Expedition der beiden Nationen wurde inzwischen die Flagge gewechselt und eine Flasche landesüblicher Spirituosen gegen die hinterlegte getauscht.“, heißt es bei Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Insel).

 

Könnten sich daran nicht auch andere Länder ein Beispiel nehmen?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christiane (Sonntag, 31 Dezember 2017 07:59)

    Hallo, Jutta!
    Ich möchte nur bemerken, dass ich zu diesem Weihnachtsfest viele Flaschen selbstgemachte Liköre verschenkt und auch viele bekommen habe! ;-)

  • #2

    Scriptmarie (Sonntag, 31 Dezember 2017 11:17)

    Und das ganz ohne Krieg ;)
    Einen guten Rutsch ins neue Jahr und liebe Grüße